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Oberfräse – Vergleich 2017

Oberfräsen erfreuen sich in Handwerkerkreisen immer größerer Beliebtheit. Das ist allerdings auch kein Wunder – Es handelt sich um ein sehr nützliches Gerät für die Holzbearbeitung, das zum Beispiel in Tischlereien, aber auch zuhause zum Einsatz kommen kann. Aber wie funktioniert die Oberfräse eigentlich, wo liegen die weiteren Anwendungsgebiete und was kostet ein vernünftiges Gerät? All diese und weitere Fragen haben wir für Sie beantwortet.

Auf unserer Seite fassen wir diverse Informationen über Oberfräsen zusammen, sodass Sie sich schnell einen Überblick verschaffen können und stellen einige Produkte, die wir für Sie verglichen haben, vor. Außerdem haben wir bei der Erstellung dieses Artikels einen Oberfräse Test zu Rate gezogen.

Was genau ist eine Oberfräse und wie funktioniert sie?


Oberfräsen sind Fräsmaschinen speziell für die Holzbearbeitung. Sie wird mit der Hand angesetzt und geführt; es handelt sich also um ein mobiles Gerät – Daher kann man seine Oberfräse überall dort benutzen, wo man eine Steckdose findet. Grundsätzlich wird eine Oberfräse aus einem Gehäuse, einem Motor und einem Fräser zusammengebaut, der durch den Motor betrieben wird.

In der Regel wird mit einer Oberfräse das entsprechende Werkstück von oben bearbeitet – Daher auch der Name. Den Gegensatz dazu bildet also die Tischfräse; hier wird von unten gearbeitet. Doch die beiden Geräte sind sich sehr ähnlich – Etwa kann man mit besonderem, zusätzlich erhältlichem Zubehör seine Oberfräse auch stationär, wie eine Tischfräse, verwenden.

Wie setzt sich eine Oberfräse genau zusammen?


In diesem Absatz wollen wir Ihnen den Aufbau von Oberfräsen und die einzelnen Teile ein wenig näher bringen, denn jeder Anwender sollte sein Gerät so gut wie seine Westentasche kennen, um eine sachgerechte Bedienung zu gewährleisten. Außerdem ist ein gewisses Grundverständnis von Aufbau und Funktion einer Oberfräse wichtig für die Wartung und Reinigung des Geräts.

Oberfräse TestGehäuse: Das Gehäuse einer Oberfräse ab der mittleren Preisklasse ist in der Regel aus hochwertigem Hartmetall gefertigt und daher besonders widerstandsfähig. Es eignet sich perfekt für den Bau einer Oberfräse und ist manchmal mit gehärtetem Plastik verkleidet. Dies ist nicht nur ein Pluspunkt für’s Auge, sondern erleichtert auch die Handhabung zum Teil enorm.

Grundplatte: Hierbei handelt es sich prinzipiell um den Standfuß der jeweiligen Oberfräse. Mit der Grundplatte wird die Maschine an das Werkstück angesetzt und darüber hergeschoben. Sie muss also genau verarbeitet sein, um gute Resultate zu ermöglichen – Ein rechter Winkel ist eine grundlegende Voraussetzung.

Griff: Der Griff setzt sich meist aus Metall und Kunststoff zusammen und ist für das fachgerechte Führen der Oberfräse zuständig. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Bauweisen – Entweder ein Modell mit jeweils einem Handgriff an der linken und rechten Seite, oder eines mit einem sogenannten Pistolengriff.

Der Pistolengriff bietet den Vorteil, dass das Gerät auch mit einer Hand gut geführt werden kann. Meist sind auf der gegenüberliegenden Seite noch zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für einen weiteren Griff vorhanden, was sich häufig als sehr nützlich erweisen kann.

Modelle mit beidseitigem Handgriff wiederum zeichnen sich dadurch aus, dass die Fräse besonders sauber und sicherer in Betrieb genommen werden kann. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn man etwas mehr Belastung auf die Oberfräse ausübt. In der Regel sind die Griffe ergonomisch aus Kunststoff geformt und bieten gerade durch ihre gummierten Oberflächen so eine leichte Handhabung.

Revolveranschlag: Der Revolveranschlag ist dafür zuständig, verschiedene Tiefen im Vorfeld einzustellen und diese bei Bedarf zu nutzen. Diese Funktion ermöglicht also einen unkomplizierten Wechsel von einer auf die andere Frästiefe.

Oberfräse CheckSpindelarettierung: Dieses Feature bieten inzwischen die meisten Modelle. Es vereinfacht den Wechsel der zugehörigen Fräsköpfe um einiges, da nur ein statt zwei Schraubenschlüsseln benötigt werden. Die Verwendung der Spindelarretierung ist leicht und für jeden Neuling nachzuvollziehen.

Tauchsäulen: Die Tauchsäule ermöglicht es dem Heimwerker, die gewünschte Frästiefe auf den Millimeter genau einzustellen, indem sie beim Eintauchen in das bzw. beim Verlassen des Werkstücks durch einen speziellen Federmechanismus dafür sorgt, dass die Oberfräse beim Lösen des Feststellknopfes in die ursprüngliche Stellung zurückgefedert wird. Es ist darauf zu achten, dass die Federung keinen Spielraum hat, da die Ergebnisse sonst verfälscht werden.

Spannzange: Die Spannzange sorgt für eine einfache Befestigung der für das jeweilige Produkt erhältlichen Fräsköpfe; sie ist zuständig für die Verbindung der Motorwelle und des Fräsers. Somit stellt die Spannzange eines der wichtigsten Bestandteile einer Oberfräse dar.

Der Vorgang des Wechselns der Fräsköpfe an sich geht relativ leicht vonstatten. Hierzu muss man nur die Spannzange von der Oberfräse lösen und der Fräskopf lässt sich problemlos abmontieren. Selbstverständlich sind Fräsköpfe wie auch Spannzangen in verschiedenen Größen erhältlich, für jeden Topf gibt es hier einen Deckel.

Absaugstutzen: Mithilfe von Absaugstutzen wird anfallendes Verschleißmaterial direkt beim Anfall dessen abgesaugt und muss so nicht später mühsam entfernt werden. In der Regel lässt sich der Absaugstutzen einfach auf der Grundplatte befestigen, was nicht viel Aufwand darstellt.

Das Besondere an diesem Feature ist, dass die meisten Stutzen genormt sind und so problemlos unabhängig vom Modell verwendet werden können.

Möglichkeiten zur Funktionalitätserweiterung: Wie bereits erwähnt verfügen einige Modelle über die Option, einen weiteren Griff an einer Seite des Gehäuses zu befestigen. Des Weiteren kann man diese Möglichkeit nutzen, in dem man einen Seitenanschlag montiert, der den Nutzer dazu befähigt, parallel zu Kanten des Werkstücks einzufräsen.

Manche Modelle bieten ebenfalls die Möglichkeit, die Fräshöhe individuell zu verstellen und zu fixieren, was die gerade und saubere Arbeitsweise stark begünstigt. Auch ist verschiedenes Zubehör für Oberfräsen erhältlich, wozu Sie gleich noch mehr lesen können.

Wer kann eine Oberfräse überhaupt gebrauchen und wo liegt der Kostenpunkt?


Das breite Sortiment wird von mehreren Preisklassen vertreten, was sich unterschiedlich auf den Anwendungsbereich auswirkt. Wir stellen eine kleine Orientierungshilfe zur Verfügung.

Gelegentlicher Heimwerker

In der Preisklasse bis 100 Euro finden sich viele gute Einsteigermodelle, die für gelegentliche Reparaturen oder die Fertigung von Möbeln geeignet sind. Es empfiehlt sich jedoch nicht, diese günstigen Geräte über einen längeren Zeitraum am Stück zu betreiben, da sonst eine recht hohe Überhitzungsgefahr besteht. Auch sind diese Modelle nur mit den nötigsten Funktionen ausgestattet und bieten wenig Zubehör. Dennoch können wir den Neulingen auf dem Gebiet diese Oberfräsen ans Herz legen.

Oberfräsen vergleich 2017Fortgeschrittener Heimwerker

Wenn man sich schon etwas intensiver mit Holzarbeiten beschäftigt, sollte man Wert auf eine gewisse Qualität, besonders hinsichtlich der Verarbeitung, legen. Der Preis für geeignete Oberfräsen liegt zwischen 100 und 200 Euro – Die Modelle in dieser Preisklasse bieten kaum Verbesserungsspielraum und viel Zubehör. Des Weiteren besteht hier keine Überhitzungsgefahr und die Fräsarbeiten können schnell und unkompliziert ausgeführt werden; auch eine längere Inbetriebnahme stellt kein Problem dar.

Professioneller Heimwerker und berufstätiger Handwerker

Profis sind mit Geräten gut beraten, die 200 Euro oder mehr kosten. Diese Modelle können ohne Bedenken täglich zum Einsatz kommen und lassen kaum Wünsche offen. Sie weisen nicht nur eine besonders gute Qualität, sondern auch eine sehr hohe Lebensdauer auf, was an der hochwertigen Verarbeitung liegt. Oberfräsen in diesem Preissegment sind sehr robust und können auch eine starke und dauerhafte Belastung ohne Probleme aushalten.

Für manche mag sich eine Mauernutfräse besser eignen, jeder sollte hier seine eigene Entscheidung treffen.

Auf was habe ich beim Kauf einer Oberfräse zu achten?


Grundsätzlich gilt, dass eine teurere Fräse nicht unbedingt auch besser sein muss als ein günstigeres Modell. Im Folgenden wollen wir die Punkte, die sie beim Kauf besser beachten sollten, kurz für Sie zusammenfassen. Sollte Ihnen der Überblick nicht genügen, empfehlen wir, sich in einem Oberfräse Test genauer zu informieren.

Leistung: Der Motor einer Oberfräse ist, wie bei allen anderen Fräsgeräten auch, der wohl wichtigste Bestandteil des Geräts. Er betreibt das Fräsblatt, womit das Holz dann letztendlich bearbeitet wird und seine Stärke sagt mehr oder weniger aus, wie leicht die Arbeit vonstattengeht.

Drehzahl und Drehzahlregulierung: Die Drehzahl sagt aus, wie oft sich das Fräsblatt bzw. der Fräser in der Minute dreht. Man sollte darauf achten, dass die Drehzahl sich einstellen lässt, da man so um einiges flexibler arbeiten kann.

Tiefeneinstellung: Dieser Faktor spielt dann eine Rolle, wenn man ein Werkstück mit verschiedenen Einstellungen bearbeiten möchte, was die Tiefe des Schnitts betrifft. Auch hier sollte man darauf achten, dass die Tiefeneinstellung verstellbar ist, um allen Wünschen gerecht zu werden.

Umgang und Gewicht: Das Gewicht einer Oberfräse ist ausschlaggebend dafür, wie leicht sich im Endeffekt mit dem Gerät umgehen lässt. Ein zu hohes oder unverhältnismäßig hohes Gewicht macht manche Modelle zu einem ineffizienten „Knochen“, mit dem sich nicht gescheit arbeiten lässt. Jeder muss für sich selbst wissen, welches Gewicht ein Gerät nicht überschreiten sollte.

Zubehör: Verschiedene Zubehörteile sind für die meisten Modelle zusätzlich erhältlich, wie zum Beispiel ein Fräszirkel, der es ermöglicht, Kreise mit einem gewünschten Radius einzufräsen. Ein weiteres nützliches Utensil ist die Führungsschiene, mit der man besonders geradlinig und exakte Ergebnisse erzielt. Doch auch die integrierte oder optionale Absaugvorrichtung gehört bereits zum Repertoire der meisten Hersteller.

Wir wollen nicht auf alle Zubehörteile eingehen, doch da gäbe es zum Beispiel noch die Anti-Rutschmatten, Spannzangen, Ausgleichplatten oder diverse Schablonen für Buchstaben, Zahlen und Symbole.

Welche Sicherheitsmaßnahmen habe ich bei der Verwendung zu beachten?


Wenn man mit einer Oberfräse umgeht, hat man einige Vorkehrungen zu beachten, wenn man die eigene Sicherheit nicht in Gefahr bringen möchte. Wir möchten Ihnen einige Möglichkeiten näher bringen, wie Sie sich vor potentiellen Gefahren schützen können.

Schutzbrille: Wer die richtige Schutzkleidung für das Arbeiten mit einer Oberfräse sucht, ist definitiv mit einer Schutzbrille gut beraten. Sie ist praktisch sogar unverzichtbar, denn gerade die Augen sind besonders empfindlich, gerade wenn es um Staub und herumwirbelnde Holzspäne geht. Man sollte beachten, dass die Verletzungsgefahr unglaublich hoch ist!

Die Schutzbrille gehört zu den wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen und jeder, der mit einer Oberfräse arbeiten möchte, sollte sich unbedingt eine zulegen.

Staubmaske: Wie bereits in puncto Schutzbrille erwähnt, fällt bei Fräsarbeiten mit der Oberfräse immer viel Staub an, weshalb wir auch die Verwendung einer geeigneten Staubmaske empfehlen. Ansonsten kann feiner Staub in die Lunge gelangen und so Atemwegsbeschwerden auslösen.

Auf dem Markt sind verschiedene Ausführungen von Staubmasken für verschiedene Arten und Feinheiten von anfallendem Staub erhältlich. Eine sichere Maske kostet laut unseren Erfahrungen ungefähr sechs bis zehn Euro.

Gehörschutz: Abhänging von der zu erledigenden Arbeit ist ein gewisser Lautstärkepegel leider unvermeidlich. Gerade dann, wenn man über mehrere Stunden am Stück mit seinem Gerät arbeitet, sollte man nicht auf einen Gehörschutz verzichten, da laute Geräusche die Ohren bekanntlich auf Dauer schädigen können. So ist beispielsweise nachgewiesen, dass viele Jugendliche, die zu laute Musik hören, schon hohe Einbußen in ihrer Hörfähigkeit hinnehmen mussten.

Sicherheitsschuhe: Die Wichtigkeit von Sicherheitsschuhen wird sehr häufig gerade von Anfänger unterschätzt. Besonders wenn man mit schweren Werkstücken arbeitet, ist das Tragen von Sicherheitsschuhen Pflicht, weil jeder Zeit etwas passieren könnte. Sollte ein schweres Werkstück auf den Fuß fallen, sind Verstauchungen und gebrochene Knochen nicht auszuschließen.

Außerdem schützen Sicherheitsschuhe vor herumliegenden Nägeln und anderen spitzen und scharfen Gegenständen, die in einer herkömmlichen Werkstatt hin und wieder auf dem Boden liegen können.

Wo kann ich eine Oberfräse am besten kaufen?


Wer sich eine Oberfräse zulegen möchte, kann dafür auf verschiedene Angebote zurückgreifen. Passende Geräte finden sich in der Regel ausschließlich im Internet oder im Fachhandel. Der Schlitzfräse Test zeigt, dass beide Varianten Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Kauf im Internet: Wie viele Produkte kann man auch Oberfräsen und zugehörige Fräsköpfe im Internet kaufen. Diverse Online-Shops bieten bereits diese Geräte an; der Vorteil besteht hier vor allem darin, dass man nicht an das Produktsortiment im Fachhandel gebunden, sondern in seiner Entscheidung völlig frei ist.

Außerdem sei angemerkt, dass die Preise für Oberfräsen im Internet meist weitaus günstiger als im Fachhandel sind. Der einzige Nachteil besteht darin, dass man sich nicht durch einen Verkäufer beraten lassen kann – Man muss sich selbst informieren und orientieren; aus diesem Grund haben wir einige Geräte für Sie verglichen.

Kauf im Fachhandel: Unser Test zeigt, dass der Kauf einer Oberfräse im Fachhandel den einfachen Vorteil hat, dass man sich direkt vor Ort beraten lassen kann. Des Weiteren kann man sein erstandenes Gerät direkt mit nach Hause nehmen und mit der Arbeit beginnen, ohne auf den Tag der Lieferung zu warten. Für diesen Komfort bezahlt man allerdings auch etwas mehr als beim Kauf einer Fräsmaschine im Internet.

Es kommt natürlich ganz darauf an, wo ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen liegen, wofür Sie sich entscheiden. Wenn sie den persönlichen Kontakt zu einem Verkäufer bevorzugen und sich lieber von einem Experten beraten lassen möchten, macht der Gang in ein Fachgeschäft auf jeden Fall Sinn. Ansonsten kann man auf Angebote wie unseres zurückgreifen und sich im Internet über potentiell passende Geräte informieren.

Fazit


Im Endeffekt lässt sich sagen, dass jeder selbst wissen muss, für welche Zwecke er eine Oberfräse benötigt und wo er sich diese kaufen möchte. Wer jedoch mit einem solchen Gerät arbeiten möchte, sollte einerseits beim Kauf einige Dinge beachten, die wir Ihnen näher erläutert haben und andererseits genügend Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die eigene Sicherheit nicht zu gefährden. Mithilfe von diesem Ratgeber gelingt die Auswahl des richtigen Geräts aber bestimmt.

Ansonsten ist der Umgang mit einer Oberfräsen alles andere als kompliziert – Wir hoffen, Ihnen auch hier hilfreiche Tipps gegeben zu haben und dass Sie sich nun in Ihrer Entscheidung ein wenig sicherer geworden sind.