Die Mini-Kreissäge
Mini-Kreissägen sind kleine, oft einhändig führbare Kreissägen mit Blättern zwischen etwa 85 und 125 mm. Sie sind für dünne Materialien gedacht – für Laminat, Paneele, Sperrholz, dünne Fliesen oder Kunststoffplatten.
Wofür sie gedacht sind
Der Vorteil liegt im Gewicht: Eine Mini-Kreissäge wiegt oft nur um zwei Kilogramm und lässt sich mit einer Hand führen. Das hilft bei Überkopfarbeiten, beim Ablängen von Laminat direkt am Boden, beim Kürzen von Sockelleisten oder beim Zuschnitt von Paneelen. Mit passendem Blatt schneiden manche Geräte auch Fliesen, Kunststoff oder dünnes Blech.
Viele Modelle sind als Tauchsäge gebaut und haben einen kleinen Parallel- oder Schienenanschlag. So gelingen auch Ausschnitte mitten in der Fläche.
Grenzen
- Schnitttiefe: Je nach Blattgröße liegen typische Werte bei 20 bis 40 mm. Für Kanthölzer oder dicke Bohlen reicht das nicht.
- Leistung: Kleine Motoren und Akkus stoßen in Hartholz oder bei langen Schnittserien schnell an Grenzen.
- Blätter: Die kleinen Durchmesser und oft herstellerspezifischen Bohrungen machen Ersatzblätter teurer und die Auswahl kleiner.
Wer regelmäßig Bretter und Kanthölzer sägt, ist mit einer normalen Handkreissäge besser bedient. Für präzise Plattenschnitte eignet sich eine Tauchkreissäge mit Führungsschiene.
Blätter für verschiedene Materialien
Mini-Kreissägen werden oft mit mehreren Blättern verkauft:
- Hartmetallblätter mit vielen Zähnen für Holz und Laminat,
- HSS-Blätter mit feiner Zahnung für Kunststoff und Nichteisenmetall,
- Diamantblätter (Segment oder durchgehender Rand) für Fliesen und Stein.
Achten Sie darauf, dass das Blatt für die Drehzahl der Maschine zugelassen ist. Metallschnitte mit einem Holzblatt können Zähne abreißen.
Sicherheit: Beim Schneiden von Fliesen und Stein entsteht quarzhaltiger Staub; ohne Absaugung und Atemschutz nicht in Innenräumen arbeiten. Bei Metall entstehen heiße Späne und Grate – Schutzbrille und Handschuhe tragen.
Laminat und Paneele
Für Laminat ist eine Mini-Kreissäge praktisch, weil Sie direkt am Verlegeort schneiden können. Legen Sie die Dekorseite nach unten, wenn die Säge von unten nach oben schneidet, und nutzen Sie ein feinzahniges Blatt. Eine Alternative für gerade Querschnitte sind Laminatschneider mit Hebelklinge, die ganz ohne Staub arbeiten.
Praxistipp: Ein kleiner Werkstattsauger am Absaugstutzen hält die Schnittlinie frei und spart das Aufwischen des feinen Laminatstaubs.
Wie Schnitttiefe und Blattgröße zusammenhängen, zeigt die Übersicht im Beitrag Die Handkreissäge.