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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Das Sägeband

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitStich-, Säbel- & Bandsägen

Das Sägeband entscheidet mehr über den Schnitt an der Bandsäge als die Maschine selbst. Ein passendes, gut gespanntes Band läuft gerade, schneidet leise und hält lange. Ein falsches Band verläuft, wird heiß oder reißt.

Vergleich grober und feiner Zahnteilung bei SägeblätternZahnteilung auf gleicher Längegrob, wenige Zähne je Zoll: schnell, rau – Brennholz, Grünschnitt, dicke Balkenfein, viele Zähne je Zoll: langsam, sauber – dünnes Blech, Rohre, Kunststoff
Grob gezahnte Bänder zum Auftrennen, fein gezahnte für dünnes Material und Metall – Zeichnung: Netzfräse

Bandlänge

Die Bandlänge ist durch den Rollenabstand der Maschine vorgegeben und steht in der Anleitung oder auf dem Typenschild. Sie muss genau stimmen; die Spannvorrichtung gleicht nur wenige Millimeter aus. Sägebänder werden endlos verschweißt geliefert oder im Fachhandel auf Maß geschweißt.

Bandbreite und Kurvenradius

Je schmaler das Band, desto engere Kurven sind möglich – und desto eher verläuft es bei geraden Schnitten. Grobe Orientierung:

BandbreiteEinsatz
3–6 mmenge Kurven, Konturschnitte
10–13 mmAllround, mittlere Radien, gerade Schnitte
16–25 mm und mehrAuftrennen, hohe gerade Schnitte

Maximal mögliche Breite und Dicke hängen von Rollendurchmesser und Führungen der Maschine ab. Zu dicke Bänder auf kleinen Rollen ermüden schnell und brechen.

Zahnform und Zahnteilung

  • Normalzahn (Regelzahn): universell für Holz und dünnere Materialien.
  • Klauenzahn (Hakenzahn) mit positivem Spanwinkel: aggressiv, schnell, gut zum Auftrennen von dickem Holz.
  • Sprungzahn (Skip-Zahn): große Spanräume, für Weichholz und Kunststoff.

Die Zahnteilung richtet sich nach der Werkstückdicke: Im Schnitt sollten mehrere Zähne gleichzeitig im Eingriff sein, aber nicht so viele, dass die Spanräume verstopfen. Für dicke Bohlen nehmen Sie also grobe Zähne, für dünnes Sperrholz oder Metall feine. Wie grobe und feine Zahnung wirken, zeigt auch der Beitrag Säbelsägeblätter für Holz.

Schränkung

Die Zähne sind abwechselnd leicht nach links und rechts gebogen (geschränkt). So wird die Schnittfuge breiter als der Bandkörper, und das Band klemmt nicht. Ungleichmäßig geschränkte oder einseitig stumpfe Bänder verlaufen zu einer Seite – ein typisches Zeichen, dass das Band getauscht werden sollte.

Material

  • Kohlenstoffstahl: günstig, für Holz und Kunststoff.
  • Bimetall: für Metall und abrasive Hölzer, deutlich langlebiger.
  • Hartmetallbestückt: für Harthölzer, Tropenholz und Plattenwerkstoffe mit sehr langer Standzeit, aber teuer.

Spannung und Pflege

Zu wenig Spannung lässt das Band flattern und verlaufen, zu viel belastet Rollen, Lager und die Schweißnaht. Halten Sie sich an die Angaben des Herstellers. Nach der Arbeit entspannen viele Anwender das Band, damit Reifen und Band nicht dauerhaft belastet werden.

Praxistipp: Hängen Sie Ersatzbänder in drei Schlaufen gelegt an einen Haken. Wie man ein Band zusammenlegt, zeigen viele Hersteller in ihren Anleitungen – beim ersten Mal hilft ein Handschuh gegen die zurückschnellende Schlaufe.

Sicherheit: Sägebänder stehen unter Spannung und können beim Auspacken oder Zusammenlegen aufspringen. Schutzbrille und Handschuhe tragen und das Band von sich weg halten.

Mehr zur Maschine steht im Beitrag Die Bandsäge, zur Metallvariante unter Metallbandsäge.

Quellen und weiterführende Informationen