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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Kreissägeblatt für Metall

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitKreis-, Kapp- & Tischsägen

Metall mit einer Kreissäge zu schneiden, ist möglich – aber nur mit dem richtigen Blatt und der richtigen Drehzahl. Wer ein Holzblatt auf Stahl ansetzt, riskiert abgerissene Zähne und gefährliche Splitter.

Zahnformen von Kreissägeblättern: Wechselzahn, Flachzahn, Trapez-Flachzahn, HohlzahnWZ – WechselzahnHolz quer und längs, sauberer SchnittFZ – Flachzahngrobe Längsschnitte in MassivholzTR-F – Trapez-Flachzahnbeschichtete Platten, Alu, KunststoffHZ – Hohlzahnbeschichtete Platten ohne Vorritzer
Trapez-Flachzahn und Flachzahn sind bei Metallblättern verbreitet – Zeichnung: Netzfräse

Drei Werkstoffgruppen

Metall ist nicht gleich Metall. Für die Blattwahl lassen sich drei Gruppen unterscheiden:

  • Baustahl (Rohre, Profile, Flachstahl): zäh und hart. Er braucht Blätter mit robusten Zähnen und niedrige Schnittgeschwindigkeit.
  • Edelstahl: noch zäher, neigt zum Verfestigen unter Hitze. Hier sind spezielle Blätter und eher geringe Drehzahlen nötig.
  • Aluminium und Buntmetalle: weich, neigen zum „Schmieren“. Sie lassen sich mit hartmetallbestückten Blättern auf manchen Holz- und Kappsägen schneiden, wenn Hersteller Maschine und Blatt dafür freigeben.

Blattmaterialien

  • HSS-Blätter (Schnellarbeitsstahl) sind der Klassiker auf stationären Kaltkreissägen mit Kühlschmierung. Sie lassen sich nachschleifen.
  • Cermet-Blätter (Keramik-Metall-Verbund) auf mobilen Metallkreissägen schneiden Stahl im Trockenschnitt. Sie sind hitzebeständig und scharf, aber stoßempfindlich.
  • Hartmetallblätter mit Trapez-Flachzahn und negativem Spanwinkel sind für Aluminium, Kunststoff und beschichtete Werkstoffe verbreitet.

Zahnform, Zähnezahl, Spanwinkel

Für Aluminium hat sich der Trapez-Flachzahn (TR-F) mit negativem Spanwinkel bewährt: Das Blatt zieht sich nicht ins Material, der Schnitt bleibt kontrollierbar. Dünnwandige Profile brauchen mehr Zähne, damit immer mehrere gleichzeitig im Eingriff sind; bei Vollmaterial sind es weniger, damit die Spanräume groß genug bleiben. Die Zahnformen erklärt der Beitrag Tischkreissägeblätter.

Drehzahl

Die richtige Schnittgeschwindigkeit ist bei Metall wichtiger als bei Holz. Stahl verlangt deutlich niedrigere Umfangsgeschwindigkeiten; eine normale Holzkreissäge dreht dafür zu schnell. Deshalb gibt es eigene Kaltkreissägen und Metallkreissägen mit reduzierter Drehzahl. Aluminium verträgt höhere Geschwindigkeiten – aber nur, wenn die Maschine und das Blatt dafür zugelassen sind.

Sicherheit: Nie ein Holzsägeblatt für Stahl verwenden. Metall nur mit Blättern und Maschinen sägen, die der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt, Werkstück fest einspannen, Schutzbrille tragen. Aluminiumspäne können sich in Absauganlagen entzünden – Holz- und Metallstaub getrennt sammeln.

Praxistipp: Bei Aluminium hilft ein Tropfen Schneid- oder Sprühöl gegen verschmierte Zähne; bei Cermet-Blättern im Trockenschnitt dagegen kein Öl verwenden, sofern der Hersteller es nicht empfiehlt.

Pflege

Metallblätter vertragen keine Schläge: Legen Sie sie nicht auf Stahlflächen ab und transportieren Sie sie in Hüllen. Ausgebrochene Zähne führen zu Unwucht und Vibrationen – ein solches Blatt wird ausgetauscht oder vom Schärfdienst geprüft.

Quellen und weiterführende Informationen