Zum Inhalt springen
NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Die Brennholzsäge

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitHand-, Garten- & Kettensägen

Wer mit Holz heizt, muss Stämme und Meterstücke auf Ofenlänge bringen – meist 25, 33 oder 50 Zentimeter. Dafür gibt es eigene Brennholzsägen, die schneller und sicherer arbeiten als eine freihändig geführte Kettensäge.

Bügelsäge für Brennholz und Äste
Bügelsäge für Brennholz und Äste – Foto: User:Gbuchana · Public domain · Wikimedia Commons

Wippkreissäge

Die Wippkreissäge ist der Klassiker auf dem Land. Ein großes Kreissägeblatt (oft 500 bis 700 mm) steht fest, das Holz wird auf eine Wippe gelegt und mit ihr gegen das Blatt geschoben. Nach dem Schnitt federt die Wippe zurück. Eine Schutzhaube deckt das Blatt ab, sodass es nur in der Schnittzone zugänglich ist. Wippsägen laufen mit Elektromotor (oft Drehstrom) oder am Traktor über die Zapfwelle.

Eine Variante ist die Brennholzkreissäge mit Rolltisch, bei der ein Schiebetisch das Holz am Blatt vorbeiführt. Sie eignet sich auch für Meterholz, das quer geschnitten wird.

Bügelsäge und Sägebock

Für kleinere Mengen tut es die Bügelsäge: ein gespanntes, grob gezahntes Blatt in einem Stahlbügel. Zusammen mit einem Sägebock, der das Holz in X-Form hält, lassen sich Äste und Stangen erstaunlich schnell zerlegen. Moderne Bügelsägeblätter mit gehärteter Zahnung schneiden frisches wie trockenes Holz.

Kettensäge und Sägebock

Auch mit der Kettensäge lässt sich Brennholz ablängen – am sichersten mit einem Kettensägenbock, in dem mehrere Stangen gebündelt liegen und in einem Durchgang geschnitten werden. So arbeitet die Säge in bequemer Höhe und nicht am Boden, wo die Kette schnell in Erde und Steine gerät.

Sicher sägen

Sicherheit: Brennholzkreissägen gehören zu den unfallträchtigsten Maschinen in der Landwirtschaft. Schutzhaube nie entfernen, Holz nicht mit der Hand im Schnittbereich halten, kurze Reststücke nicht mehr sägen und Kinder vom Arbeitsplatz fernhalten. Bei Zapfwellenantrieb die Gelenkwelle vollständig schützen.

  • Säge auf festem, ebenem Untergrund aufstellen.
  • Nur Holz sägen, das sicher auf der Wippe oder dem Tisch aufliegt; krumme Stücke so legen, dass sie nicht kippen.
  • Gehörschutz, Schutzbrille und eng anliegende Kleidung tragen; Handschuhe nur, wenn keine Einzugsgefahr besteht.
  • Blatt regelmäßig schärfen, verharzte Blätter reinigen.

Praxistipp: Legen Sie sich einen einfachen Maßstab für die Ofenlänge an: ein Brett mit Markierungen auf der Wippe oder am Sägebock. Das spart Messen und sorgt für gleichmäßige Scheite, die sauber stapeln.

Nach dem Sägen

Frisch gesägtes Holz wird gespalten und luftig, regengeschützt und mit Abstand zum Boden gestapelt. Wie Sie dicke Rollen spalten, lesen Sie im Beitrag über den Kegelspalter (samt Alternativen). Wann das Holz trocken genug ist, zeigt ein Holzfeuchtemessgerät.