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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Die Säbelsäge

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitStich-, Säbel- & Bandsägen

Die Säbelsäge heißt je nach Hersteller auch Reciprosäge, Tigersäge oder Universalsäge. Gemeint ist immer dasselbe: eine kräftige Säge mit langem, hin- und hergehendem Blatt, die vorn aus dem Gehäuse ragt. Sie ist nicht für feine Schnitte gebaut, sondern für grobe Arbeit.

Vergleich grober und feiner Zahnteilung bei SägeblätternZahnteilung auf gleicher Längegrob, wenige Zähne je Zoll: schnell, rau – Brennholz, Grünschnitt, dicke Balkenfein, viele Zähne je Zoll: langsam, sauber – dünnes Blech, Rohre, Kunststoff
Grobe und feine Zahnung – bei der Säbelsäge wählt man das Blatt nach dem Material – Zeichnung: Netzfräse

Aufbau

Der Motor treibt über ein Getriebe eine Hubstange an; das Blatt sitzt vorn und bewegt sich in Längsrichtung hin und her. Eine Fußplatte (Schuh) wird gegen das Werkstück gedrückt und stützt die Säge ab. Viele Modelle haben einen Pendelhub, der den Schnitt in Holz beschleunigt. Die Blattaufnahme ist herstellerübergreifend weitgehend genormt; Blätter unterschiedlicher Marken passen meist.

Die Säbelsäge wird mit beiden Händen geführt: eine am Hauptgriff, eine am vorderen Griffbereich.

Wofür die Säbelsäge ideal ist

  • Abbruch und Renovierung: Holzbalken mit Nägeln, Türzargen, Fensterrahmen, Gipskartonständerwerk.
  • Rohre und Profile: Stahl-, Kupfer- und Kunststoffrohre, auch dicht an der Wand, wenn ein flexibles Blatt bündig angesetzt wird.
  • Garten: Äste, Wurzeln, Hecken- und Strauchschnitt, Brennholz in kleinen Mengen.
  • Paletten zerlegen, Wurzelstöcke im Erdreich kappen.

Für präzise Möbelschnitte ist sie dagegen ungeeignet – dafür gibt es die Stichsäge und die Kreissägen.

Hub, Pendelhub, Hubzahl

Ein langer Hub (etwa 28 bis 32 mm) räumt Späne gut aus und bringt Tempo in dickes Holz. Pendelhub beschleunigt Holzschnitte weiter, sollte bei Metall aber ausgeschaltet werden. Eine regelbare Hubzahl erlaubt langsames Anschneiden und schonende Metallschnitte.

Die Blätter

Säbelsägeblätter gibt es in vielen Längen und Zahnungen, grob sortiert:

  • Holz: grobe, geschränkte Zähne, oft aus HCS-Stahl – mehr dazu im Beitrag Säbelsägeblätter für Holz.
  • Holz mit Nägeln / Abbruch: robuste Bimetall-Blätter mit mittlerer Zahnung.
  • Metall: feine Zahnung, Bimetall, für Rohre und Profile.
  • Sondermaterial: Hartmetallblätter für Gasbeton, Faserzement oder Guss.

Als Faustregel sollten beim Metallschnitt immer mindestens drei Zähne im Material sein; bei dünnwandigen Rohren braucht es deshalb feinere Zahnung.

Sicherheit: Säbelsägen haben viel Kraft. Die Fußplatte immer fest ans Werkstück drücken, sonst schlägt die Säge. Unter Spannung stehende Äste und Balken können beim Durchtrennen aufspringen – vorher abstützen. Vor Abbrucharbeiten Leitungen in Wand und Boden orten.

Netz oder Akku

Akku-Säbelsägen sind beim Arbeiten im Garten und auf der Baustelle praktisch. Einhand-Kompaktgeräte mit 12 V eignen sich für Rohre und Äste, 18-V-Geräte schaffen auch Abbrucharbeiten. Kabelgeräte sind für Dauerbelastung und Dauerabbruch weiterhin robuster.

Praxistipp: Blätter kosten wenig im Vergleich zur Arbeitszeit mit einem stumpfen Blatt. Halten Sie bei Abbrucharbeiten immer ein paar Ersatzblätter bereit – Nägel und Schrauben ruinieren auch Bimetallblätter irgendwann.

Wer Ast- und Gartenarbeiten mit längeren Schnitten plant, schaut sich auch die Gartensäge oder die Mini-Kettensäge an.

Quellen und weiterführende Informationen