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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Die Kappzugsäge

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitKreis-, Kapp- & Tischsägen

Eine Kappzugsäge ist eine Kappsäge, deren Sägeaggregat zusätzlich auf Schienen oder einem Gelenkarm nach vorn und hinten gleitet. Dadurch schneidet sie Bretter, die deutlich breiter sind als der Blattradius.

Kappzugsäge: Aggregat gleitet auf Zugschienenvorziehen, absenken, nach hinten durchschiebenZugschienen
Kappzugsäge: Das Aggregat gleitet auf Schienen nach vorn und schneidet beim Zurückschieben – Zeichnung: Netzfräse

Wie die Zugfunktion arbeitet

Das Sägeaggregat sitzt auf einer Zugvorrichtung. Sie ziehen die laufende Säge nach vorn über das Werkstück, senken sie ab und schieben sie dann nach hinten durch das Holz. So entsteht ein Schnitt, der viel breiter ist, als es der Blattdurchmesser erlauben würde. Gehrung und Neigung lassen sich wie bei der einfachen Kappsäge einstellen.

Schienen oder Gelenkarm?

  • Doppelschienen sind die klassische Bauart. Sie sind robust und präzise, brauchen aber hinter der Säge viel Platz, weil die Schienen beim Zurückschieben herausragen. An der Wand lässt sich eine solche Säge kaum aufstellen.
  • Gelenkarm- oder Knickarmführungen kommen mit deutlich weniger Tiefe aus. Sie sind etwas aufwendiger konstruiert; gute Ausführungen sind ebenso genau.
  • Kompakte Schienenlösungen mit vorn liegenden oder teleskopierenden Rohren versuchen den Kompromiss.

Genauigkeit prüfen

Je länger der Zugweg, desto eher zeigen sich Spiel und Verwindung. Achten Sie darauf, dass das Aggregat beim Ziehen nicht seitlich wackelt. Ein einfacher Test: ein breites Brett in voller Breite kappen und den Winkel an beiden Enden prüfen. Ist der Schnitt am Ende des Zugwegs nicht mehr rechtwinklig, stimmt die Führung nicht.

Praxistipp: Für wiederkehrende Längen lohnt ein Längenanschlag auf der Tischverbreiterung. So schneiden Sie Terrassendielen oder Regalböden in Serie, ohne jedes Mal neu anzureißen.

Die richtige Schnittrichtung

Sicherheit: Bei der Kappzugsäge wird in aller Regel nach hinten, also von der bedienenden Person weg, geschnitten: vorziehen, absenken, dann durchschieben. Wer die Säge durch das Werkstück zu sich zieht, riskiert, dass das Blatt über das Holz klettert und die Säge auf ihn zuschießt. Beachten Sie die Anleitung Ihres Modells.

Blätter für Kappzugsägen haben meist einen negativen Spanwinkel, damit sich das Blatt nicht ins Holz zieht. Hintergründe dazu stehen im Beitrag Tischkreissägeblätter.

Kappzugsäge oder Tischkreissäge?

Für Querschnitte an breiten Brettern ist die Kappzugsäge bequemer und sicherer als eine kleine Tischkreissäge. Längsschnitte kann sie dagegen nicht. Wer beides braucht, kombiniert sie mit einer Tauchsäge oder einer Tischkreissäge. Im Handwerk gibt es für breite Querschnitte außerdem die Unterflurzugsäge, die das Blatt unter dem Tisch führt.

Quellen und weiterführende Informationen