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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Staubsauger für die Mauernutfräse

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitFräsen

Beim Schlitzen von Mauerwerk entsteht so viel feiner Staub, dass ein gewöhnlicher Haushalts- oder Nass-Trocken-Sauger nach wenigen Metern kapituliert. Der passende Sauger ist deshalb kein Zubehör, sondern Teil der Maschine.

Staubklassen L, M und H von SicherheitssaugernStaubklassen: je höher, desto weniger Staub gelangt zurück in die LuftLDurchlass < 1 %leichte StäubeMDurchlass < 0,1 %Holz, Mineralstaub mit QuarzHDurchlass < 0,005 %Asbest, Schimmel, krebserzeugende Stäube
Staubklassen L, M und H: Durchlassgrad und typischer Einsatz – Zeichnung: Netzfräse

Warum der Staub so problematisch ist

Mauerwerk, Beton und Putz enthalten oft Quarz. Beim Fräsen entsteht daraus alveolengängiger Quarzfeinstaub, der tief in die Lunge gelangt. Er gilt als krebserzeugend, und Silikose (Staublunge) ist eine anerkannte Berufskrankheit. Auch ohne Quarz belastet feiner Mineralstaub Atemwege und Augen – und er verteilt sich in der ganzen Wohnung.

Staubklassen L, M und H

Sicherheitssauger werden nach DIN EN 60335-2-69 in Staubklassen eingeteilt. Die Klasse sagt, wie viel Staub das Gerät höchstens wieder durchlässt:

KlasseDurchlassgradtypische Stäube
Lunter 1 %leichte Stäube, z. B. Haushaltsstaub, Erde
Munter 0,1 %Holzstaub, mineralische Stäube mit Quarz, Farbstäube
Hunter 0,005 %krebserzeugende und besonders gefährliche Stäube, z. B. Asbest, Schimmelsporen

Für die Mauernutfräse empfehlen Hersteller und Berufsgenossenschaft mindestens Klasse M. Sauger dieser Klasse überwachen außerdem den Volumenstrom und warnen, wenn der Luftstrom zu schwach wird.

Sicherheit: Asbesthaltige Bauteile (etwa alte Putze, Spachtelmassen oder Fliesenkleber bis in die 1990er-Jahre) dürfen nicht gefräst werden. Besteht ein Verdacht, zuerst eine Materialprobe untersuchen lassen.

Automatische Filterabreinigung

Das zweite Kriterium ist die Filterabreinigung. Mineralischer Staub setzt den Hauptfilter in kürzester Zeit zu; die Saugleistung bricht ein, und die Maschine arbeitet quasi ohne Absaugung. Sauger mit automatischer oder halbautomatischer Abreinigung schlagen den Filter in kurzen Abständen mit einem Luftstoß frei. Ohne diese Funktion müssen Sie ständig anhalten und den Filter per Hand reinigen.

Hilfreich sind außerdem:

  • ein Vorabscheider (Zyklon), der den groben Staub abfängt, bevor er den Sauger erreicht,
  • Sicherheitsfilterbeutel, damit der Staub beim Entleeren nicht wieder aufwirbelt,
  • eine Einschaltautomatik, die den Sauger mit der Fräse startet und kurz nachlaufen lässt.

Schlauch und Anschluss

Der Schlauch sollte zum Stutzen der Fräse passen oder über einen Adapter dicht anschließen; ein Durchmesser von etwa 35 mm ist bei Mauernutfräsen verbreitet. Ein antistatischer Schlauch verhindert, dass Sie beim Arbeiten kleine Stromschläge bekommen und der Staub an der Schlauchwand haftet. Je länger und dünner der Schlauch, desto mehr Saugleistung geht verloren.

Praxistipp: Leeren Sie den Behälter rechtzeitig und nie ganz voll gesaugt. Bei feinem Mineralstaub ist ein Behälter schneller „voll“, als das Gewicht vermuten lässt, weil der Filter die Saugleistung schon vorher begrenzt.

Zusätzlich schützen

Auch die beste Absaugung fängt nicht alles. Tragen Sie eine gut sitzende FFP2- oder FFP3-Maske, eine Schutzbrille und Gehörschutz. Schließen Sie Türen, decken Sie Möbel ab und reinigen Sie hinterher nicht mit dem Besen, sondern mit dem Sauger oder feucht.

Mehr zur Maschine selbst lesen Sie im Beitrag zur Schlitzfräse. Wer alte Putzschichten großflächig abtragen will, braucht die gleiche Staubdisziplin – mehr dazu bei der Putzfräse.