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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Die Teleskop-Astsäge

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitHand-, Garten- & Kettensägen

Leitern und Sägen sind eine riskante Kombination. Mit einer Teleskop-Astsäge schneiden Sie Äste in drei bis fünf Metern Höhe vom Boden aus. Es gibt sie rein manuell mit Sägeblatt und als motorisierten Hochentaster mit kleiner Sägekette.

Arbeiten mit dem Hochentaster: seitlich versetzter StandortFallbereichStandort: schrägseitlich, nie unterdem Ast
Hochentaster: Arbeiten schräg seitlich vom Ast, nie direkt darunter – Zeichnung: Netzfräse

Manuell oder motorisiert?

Manuelle Teleskop-Astsägen bestehen aus einem ausziehbaren Stiel aus Aluminium oder Glasfaser und einem gebogenen Sägeblatt mit Zugzahnung. Oft sitzt daneben eine Astschere, die per Seilzug betätigt wird – für dünnere Zweige. Sie sind leise, leicht und für gelegentliche Schnitte an Obstbäumen ideal.

Hochentaster tragen am Ende eines Schafts eine kleine Kettensäge mit kurzem Schwert. Sie werden mit Akku, Kabel oder Zweitaktmotor betrieben und schneiden auch dickere Äste schnell. Einige Modelle lassen sich teilen oder mit Verlängerungen kombinieren.

Richtig ansetzen

Arbeiten mit dem Hochentaster: seitlich versetzter StandortFallbereichStandort: schrägseitlich, nie unterdem Ast
Standort seitlich versetzt, Ast fällt vom Körper weg – Zeichnung: Netzfräse
  • Nie direkt unter dem Ast stehen. Stellen Sie sich schräg seitlich, sodass der Ast vom Körper weg fällt.
  • Bei dickeren Ästen erst von unten einkerben, dann von oben durchschneiden – so reißt die Rinde nicht ein. Der Astring bleibt stehen, wie im Beitrag Gartensäge beschrieben.
  • Lange Äste in Etappen von außen nach innen kürzen, statt sie in einem Stück abzunehmen.
  • Den Stiel möglichst nah am Körper führen; weit ausgestreckte Arme ermüden schnell.

Reichweite realistisch einschätzen

Die angegebene „Arbeitshöhe“ ist meist die Summe aus Stiellänge und Körpergröße mit erhobenen Armen. Je weiter ausgezogen, desto schwerer wird die Kontrolle. Für sehr hohe oder dicke Äste ist ein Baumpfleger mit Seilklettertechnik oder Hubarbeitsbühne die sicherere Wahl.

Sicherheit: Mindestabstand zu Freileitungen einhalten – auch Glasfaser- und Aluminiumstiele können bei Hochspannung gefährlich werden, und nasse Äste leiten. Arbeiten in der Nähe von Stromleitungen dem Netzbetreiber oder Fachbetrieben überlassen. Schutzbrille und Helm tragen, bei Motorgeräten zusätzlich Gehörschutz und Handschuhe.

Pflege

Sägeblatt und Kette nach dem Einsatz von Harz befreien und leicht einölen. Bei Hochentastern die Kettenspannung und den Ölstand vor jedem Einsatz prüfen und die Kette nach Bedarf schärfen – Hinweise dazu im Beitrag Kettenschärfgerät. Teleskopverschlüsse müssen sauber sein, sonst rutschen sie unter Last ein.

Praxistipp: Bei Obstbäumen genügt oft ein Teleskopstiel mit Säge und Schere. Die Motorvariante lohnt sich, wenn Sie regelmäßig viele und dickere Äste schneiden oder Hecken auf größerer Fläche pflegen.

Zeitliche Einschränkungen beim Rückschnitt nach dem Bundesnaturschutzgesetz erläutert der Beitrag Gartensäge.

Quellen und weiterführende Informationen