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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Der Kegelspalter

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitHand-, Garten- & Kettensägen

Ein Kegelspalter dreht einen Stahlkegel mit Gewinde in eine Holzrolle, bis sie aufplatzt. Das Prinzip ist einfach und kraftvoll. Doch kaum ein Brennholzgerät verursacht so schwere Unfälle – weshalb Unfallversicherer seit Jahren von ungeschützten Kegelspaltern abraten.

Prinzip des Kegelspalters mit GewindekegelDer rotierende Gewindekegel zieht sich ins Holz –und erfasst ebenso Kleidung und Hände.
Gewindekegel: Er zieht sich ins Holz und spaltet es von innen auf – Zeichnung: Netzfräse

So funktioniert ein Kegelspalter

Ein kegelförmiger Stahldorn mit Gewinde dreht sich langsam, aber mit hohem Drehmoment. Setzt man eine Holzrolle an, zieht sich der Kegel wie eine Schraube hinein und drückt das Holz von innen auseinander, bis es entlang der Fasern spaltet. Kegelspalter gibt es als stationäre Geräte mit Elektromotor, als Anbaugeräte für den Traktor und als Aufsätze für andere Antriebe.

Warum Kegelspalter so gefährlich sind

Der Kegel dreht sich ständig und unabhängig davon, ob Holz aufliegt. Gerät etwas anderes an den Kegel, zieht er es genauso gnadenlos ein wie Holz:

  • Handschuhe, Ärmel oder Hosenbeine werden erfasst und aufgewickelt,
  • die Hand, die das Holz führt, wird mitgezogen, wenn sich die Rolle unerwartet dreht,
  • das Holz selbst kann sich mitdrehen und die haltende Person treffen.

Die Folge sind oft schwerste Verletzungen bis hin zu Amputationen. Die landwirtschaftliche Unfallversicherung (SVLFG) und andere Fachstellen warnen deshalb ausdrücklich vor Kegelspaltern ohne ausreichende Schutzeinrichtungen.

Sicherheit: Wer einen Kegelspalter besitzt, sollte ihn nur mit vollständigen Schutzeinrichtungen nach Herstellerangabe, ohne Handschuhe mit Einzugsgefahr, mit eng anliegender Kleidung und nie allein betreiben – und ernsthaft über ein sichereres Gerät nachdenken. Selbstbau-Kegel für Bohrmaschinen oder andere Antriebe sind lebensgefährlich.

Sichere Alternativen

  • Hydraulische Holzspalter mit Zweihandbedienung: Der Spaltkeil bewegt sich nur, solange beide Hände an den Bedienhebeln sind. Die Hände sind damit zwangsläufig außerhalb des Gefahrenbereichs. Es gibt liegende Geräte für kurze Scheite und stehende für Meterholz.
  • Spaltaxt und Spalthammer: Für kleinere Mengen und nicht zu astiges Holz nach wie vor bewährt. Ein Spaltkeil aus Stahl hilft bei zähen Rollen.
  • Spaltwerkzeuge mit Fallgewicht: Handgeräte, bei denen ein Gewicht auf einer Stange auf einen Keil fällt – langsam, aber sicher.

Worauf es beim Spalten ankommt

Holz lässt sich am leichtesten frisch spalten, besonders Nadelholz und Buche. Setzen Sie den Keil in Rissen oder zwischen Ästen an, nicht auf einem Astansatz. Große Rollen spalten Sie von außen nach innen in Scheiben, statt sie mittig zu teilen.

Praxistipp: Scheite für den Kaminofen sollten nicht zu dick sein: Gespaltenes Holz mit handlichem Querschnitt trocknet schneller und brennt sauberer. Wann das Holz trocken genug ist, zeigt ein Holzfeuchtemessgerät.

Wie das Holz vorher auf Länge kommt, erklärt der Beitrag Brennholzsäge.