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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Die Dekupiersäge

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitStich-, Säbel- & Bandsägen

Die Dekupiersäge ist die elektrische Schwester der Laubsäge. Ein sehr feines Blatt ist zwischen zwei Armen gespannt und bewegt sich senkrecht auf und ab, während Sie das Werkstück auf dem Tisch führen. So entstehen Kurven, die mit keiner anderen Maschine möglich sind.

Dekupiersäge mit gespanntem Blatt und WerkstückBlatt oben und unten gespannt,Hub senkrecht
Dekupiersäge: Das Blatt ist oben und unten gespannt, das Werkstück wird gedreht – Zeichnung: Netzfräse

Aufbau

Das Blatt ist zwischen einem oberen und einem unteren Arm gespannt. Ein Motor bewegt die Arme so, dass das Blatt senkrecht auf und ab läuft und beim Abwärtshub schneidet – das drückt das Werkstück auf den Tisch. Der Sägetisch lässt sich meist für Schrägschnitte neigen. Ein Niederhalter verhindert, dass das Werkstück beim Aufwärtshub mitgerissen wird, und eine kleine Blaseinrichtung pustet die Anrisslinie frei.

Blätter

Dekupiersägeblätter sind dünn und schmal; es gibt sie in vielen Zahnungen.

  • Stiftblätter haben an den Enden Querstifte und lassen sich leicht einhängen, brauchen aber ein größeres Einfädelloch für Innenausschnitte.
  • Stiftlose Blätter (glatte Enden) werden festgeklemmt; sie passen durch sehr kleine Bohrungen und sind im Hobby- und Intarsienbereich verbreitet.
  • Spiralblätter schneiden in alle Richtungen, ohne dass das Werkstück gedreht wird – dafür ist die Kante rauer.

Grobe Blätter schneiden schneller in dickem Holz, feine Blätter liefern saubere Kanten in dünnem Sperrholz. Bei Kunststoff und Metall nutzen Sie feine Blätter und eine niedrige Hubzahl. Das Prinzip der Zahnteilung erklärt der Beitrag Säbelsägeblätter für Holz.

Innenausschnitte

Die Stärke der Dekupiersäge sind Innenausschnitte: Ein kleines Loch wird vorgebohrt, das Blatt oben ausgehängt, durch das Loch gefädelt und wieder gespannt. So entstehen Buchstaben, Ornamente oder Puzzles, ohne dass die Außenkante angeschnitten wird.

Praxistipp: Kleben Sie die Papiervorlage mit Sprühkleber oder breitem Kreppband auf das Werkstück. Nach dem Sägen lässt sie sich abziehen, und die Linie war die ganze Zeit sichtbar.

Worauf es beim Gerät ankommt

  • Vibration: Die schnelle Hin- und Herbewegung erzeugt Schwingungen. Ein schwerer Rahmen und eine feste Montage auf einer Werkbank oder einem Untergestell machen präzises Arbeiten erst möglich.
  • Hubzahl stufenlos regelbar – für Holz, Kunststoff und Metall unterschiedlich.
  • Einfacher Blattwechsel mit Schnellspannern, denn bei Innenausschnitten wird oft gewechselt.
  • Durchlass (Ausladung): Er bestimmt, wie breit ein Werkstück sein kann, das Sie noch drehen können.

Sicherheit

Dekupiersägen gehören zu den eher ungefährlichen Maschinen: Das Blatt ist dünn und schneidet mit wenig Kraft. Trotzdem gilt:

Sicherheit: Finger nicht in die Verlängerung der Schnittlinie legen, den Niederhalter nutzen und bei gerissenem Blatt sofort ausschalten. Für kleine Werkstücke einen Hilfsträger aus Sperrholz verwenden, statt die Finger nah ans Blatt zu bringen.

Für gröbere Kurven in dickem Holz ist die Bandsäge die bessere Wahl, für Kurven direkt am Bauteil die Stichsäge.

Quellen und weiterführende Informationen