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NetzfräseFräsen & Sägen verstehen

Kettensägenöl

Aktualisiert am 2 Min. LesezeitHand-, Garten- & Kettensägen

Eine Sägekette läuft mit hoher Geschwindigkeit über das Schwert. Ohne Schmierung würden Kette, Schwert und Kettenrad in kurzer Zeit heiß laufen und verschleißen. Kettensägenöl ist deshalb kein Zubehör, sondern Betriebsmittel – und landet vollständig in der Umwelt.

Schneidezahn einer Sägekette mit Tiefenbegrenzer und FeilwinkelTiefenbegrenzerFeilwinkel (typisch 25–35°,Angabe des Kettenherstellers)Schneidezahn mit Dach- und BrustseiteDer Tiefenbegrenzer legt fest, wie tief der Zahn ins Holz greift – nach mehrmaligem Schärfenmit Lehre und Flachfeile nacharbeiten.
Das Öl schmiert Kettenglieder, Schwertnut und Umlenkstern – Zeichnung: Netzfräse

Warum Haftöl?

Die Ölpumpe fördert Öl in die Nut des Schwerts; die Kette nimmt es mit und verteilt es über die ganze Führungsschiene. Weil die Kette schnell läuft, würde normales Öl sofort abgeschleudert. Kettenhaftöl enthält deshalb Zusätze, die es zäh und fadenziehend machen, damit es an der Kette haften bleibt.

Mineralisch oder biologisch abbaubar?

Das Öl verbleibt nahezu vollständig im Holz, im Sägemehl und im Boden. Deshalb gibt es zwei Gruppen:

  • Mineralische Kettenöle auf Erdölbasis: günstig, lagerstabil, aber schlecht abbaubar und in der Natur belastend.
  • Biologisch schnell abbaubare Kettenöle, meist auf Basis von Rapsöl oder synthetischen Estern. Sie werden von Mikroorganismen weitgehend zersetzt. Orientierung geben Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel.

Viele Forstbetriebe verlangen bei der Brennholzselbstwerbung im Wald biologisch abbaubares Kettenöl und Sonderkraftstoff. Auch im eigenen Garten ist es die bessere Wahl – schließlich landet das Öl dort, wo Gemüse wächst oder Kinder spielen.

Hinweise zu Bio-Ölen

Pflanzenölbasierte Kettenöle können bei langer Standzeit verharzen und Ölpumpe oder Ölkanäle verkleben. Beachten Sie die Empfehlungen des Sägenherstellers: Manche raten, vor einer längeren Pause einige Minuten mit einem lagerstabilen Öl zu arbeiten oder die Säge regelmäßig zu benutzen. Mischen Sie verschiedene Öle nicht ohne Not.

Sicherheit: Nie Altöl oder Motorenöl als Kettenöl verwenden. Altöl enthält gesundheitsschädliche Stoffe, die über das Sägemehl eingeatmet werden und in den Boden gelangen; Motorenöl fehlt die Haftung. Beides schadet außerdem der Säge.

Schmierung prüfen

Ob die Säge genug Öl fördert, zeigt ein einfacher Test: Die laufende Säge mit Vollgas einige Sekunden über einen hellen Untergrund (etwa einen Baumstumpf oder ein Brett) halten, ohne ihn zu berühren. Es sollte sich eine deutliche Ölspur bilden. Bleibt sie aus, sind Ölkanal oder Schwertnut verstopft, oder der Tank ist leer.

Praxistipp: Füllen Sie Kettenöl bei jedem Tanken mit nach. Die Tanks sind so bemessen, dass das Öl ungefähr so lange reicht wie eine Tankfüllung Kraftstoff – bleibt am Ende Öl übrig, stimmt meist etwas mit der Förderung nicht.

Lagerung und Entsorgung

Kettenöl kühl, trocken und fest verschlossen lagern. Reste und ölige Putzlappen gehören zur Schadstoffsammlung, nicht in den Hausmüll oder in den Ausguss. Mehr zur Säge selbst im Beitrag Die Benzin-Kettensäge, zum Schärfen der Kette unter Kettenschärfgerät.

Quellen und weiterführende Informationen