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Welche Materialien kann ich mit Schlitzfräsen bearbeiten?

Im Folgenden wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick darüber verschaffen, in welche Materialien sie ohne Bedenken mit einer gewöhnlichen Mauernutfräse hineinfräsen können und in welche nicht. Nicht jedes Material lässt den Gebrauch eines solchen Gerätes zu, da die Härte und Beständigkeit jedes Materials unterschiedlich ist. Außerdem haben wir einen Tipp für Sie, wie man bei der Bearbeitung bestimmter Wände etwas Geld sparen kann, sollte man sich keine Geräte für Profis leisten können – unter anderem dafür ist unser Test schließlich gut.

Kalksandstein

Kalksandstein: Grundsätzlich ist Kalksandstein ein sehr leicht bröckelnder, weicher Stein. Infolgedessen kann man annehmen, dass dieses Material ungeeignet zur Bearbeitung durch eine Mauernutfräse ist, allerdings ist dies nicht der Fall. Selbst bei hoher Krafteinwirkung auf die Wand brechen keine Teile der Wand hinaus.

Ziegelmauerwerk

Ziegelmauerwerk: Hier kann man ebenfalls ohne Bedenken arbeiten. Es handelt sich um ein weitaus festeres Material als beim Kalksandstein und die Härte des Ziegelmauerwerks ist kein Problem für eine Mauernutfräse.

Gips

Gips: Gips ist ein sehr weiches Material, allerdings bei weitem nicht so bröckelig wie Kalksandstein. Es lässt sich mit einer gewöhnlichen Schlitzfräse problemlos fräsen, ohne dass Stücke aus der Mauer brechen.

Beton

Beton: Bei Beton sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es sich um eine harte Verbindung handelt und eine besonders günstige Mauernutfräse vermutlich eher ungeeignet ist. Beton ist härter als Stein und die meisten anderen Materialien. Es ist zwar möglich, mit preisgünstigen Geräten in Beton zu arbeiten, allerdings ist viel Kraft dazu nötig und gerade Billigproduktionen leiden unter hohem Verschleiß und großer Belastung der Technik.

Allerdings kann man mit Profigeräten (Preisklasse: >500€) fast problemlos auch in Betonwände fräsen. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob sich die Investition für ihn lohnt. Stahlbetonwände sind in der Regel selbst mit Profigeräten nicht immer leicht zu bearbeiten – Selbst, wenn die Wand aus Stahlbeton einige Risse aufweist, ist sie noch sehr solide und es ist schwer, in sie hineinzufräsen.

Porenbeton

Porenbeton: Diesen etwas weicheren Beton kann man auch mit günstigeren Mauernutfräsen sehr gut bearbeiten. Da der Werkstoff besonders viele Poren aufweist, ist er sehr leicht zu bearbeiten, weshalb dieses Material häufig Verwendung findet.

Backsteine

Backsteine: Backsteine sind in etwa so hart und schwer zu bearbeiten wie normaler Beton. Auch hier können nur Profigeräte Abhilfe schaffen. Ein Tipp: Mit einem Stemm-/Bohrhammer und Meißel kann man ein wenig Geld sparen. Hier hat man allerdings deutliche Nachteile: Die Arbeit ist viel mühseliger, dauert länger und der Schlitz wird (bei mangelnder Erfahrung im Umgang mit Meißelhämmer) meist recht ungenau. Allerdings gibt es auch Vorteile: Eine geringere Staubentwicklung als beim Fräsen und so weniger Nacharbeit.

Unser Fazit

Die meisten mittelklassigen Heimwerker-Schlitzfräsen eignen sich nicht gut für Betonwände, Stahlbeton oder Backstein. Das ist aber auch kein Wunder – Dieser harten Materialien sind dafür gemacht, nicht so leicht zu beschädigen zu sein und können nur unter größter Anstrengung bearbeitet werden, wobei das Gerät sehr darunter leidet und kaputtgehen kann. Allerdings kann ein Meißelhammer hier Abhilfe schaffen, wenn man ein bisschen Übung mitbringt. Ansonsten kann man auf das teure Profi-Equipment zurückgreifen, wenn man das nötige Kleingeld parat hat. Informieren Sie sich bestenfalls mit einem zusätzlichen Ratgeber, wenn Sie unsicher sind, welches Gerät Sie für benötigte Arbeiten wählen sollten.